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Gastronomie

Merchandise verkaufen: Tipps für Restaurants

Merchandise verkaufen: Tipps für Restaurants

Sie kennen es bestimmt: Fussballtrikots in Sonderauflage, Handyhüllen mit Bildern von Stars und Sternchen und Booklets für Musicals. Fans lieben Merchandise! Langsam aber sicher erkennt aber auch das Gastgewerbe, dass der Verkauf von Merchandise ein lukratives Geschäft sein kann. Restaurants, Cafés, Clubs und Brauereien verkaufen zunehmend ihr eigenes Merchandise.

Wir kennen das Konzept bereits von grossen Konzernen und Restaurantketten: Starbucks verkauft Kaffeebecher und das Hard Rock Café bietet Gläser und andere Kleidung entsprechend dem Stil der Marke an. Jeder Gastronomiebetrieb kann sich mit dem richtigen Konzept eine eigene Fangemeinde aufbauen.

Daher erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie Schritt für Schritt Ihr eigenes Merchandise verkaufen können:

  1. Bestimmen Sie Ihre Merchandise-Strategie
  2. Entwerfen Sie Ihr eigenes Merchandise
  3. Verkaufen Sie Ihr Merchandise
  4. Beispiele von Merchandise in der Gastronomie

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1. Bestimmen Sie Ihre Merchandise-Strategie

Bevor Sie mit dem Verkauf Ihres eigenen Merchandise für die Gastronomie beginnen, gibt es einige Sachen, die es im Vorfeld zu klären gibt:

  • Was möchten Sie mit dem Verkauf von Merchandise erreichen?
  • Was ist Ihre Zielgruppe?
  • Welche Art von Merchandise möchten Sie verkaufen?
  • Über welche Kanäle werden Sie das Merchandise verkaufen?

Ziele festlegen

Das Festlegen von Zielen ist ein wichtiger Schritt in Ihrer Planung. Wie können Sie schliesslich den Erfolg Ihrer Bemühungen messen, wenn Sie keine Kriterien dafür festgelegt haben? Möchten Sie eine Community mit Ihren Stammgästen aufbauen, mehr Umsatz generieren oder eine langfristige Beziehung zu einem Partner aufbauen? Möglichkeiten gibt es viele. Doch wenn Sie ein klares Ziel haben, werden Ihre Pläne konkret. 

Zielgruppe

Sobald Sie Ihre Ziele definiert haben, sollten Sie eine Zielgruppe auswählen, die Sie ansprechen möchten. Möchten Sie Merchandise an Stammgäste verkaufen oder durch Ihr Merchandise mehr Gäste anlocken? 

Art von Merchandise

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf oder lassen Sie sich von dem Merchandise anderer Unternehmen inspirieren. Ihr Merchandising könnte zum Beispiel aus Produkten mit Ihrem eigenen Logo, Ihrem Namen oder einer Abbildung Ihres beliebtesten Gerichts bestehen. Entscheiden Sie, worauf Sie es drucken möchten. T-Shirts, Pullover, Tragetaschen, Tassen, Teller und Platzsets sind beliebt, aber Sie könnten auch Kochgeschirr und sogar Babykleidung für Ihre kleinsten Fans in Betracht ziehen. 

Verkaufskanäle

Verkaufen Sie Ihre Produkte dort, wo Sie Ihre Kunden hinführen möchten und wo sie sich am meisten aufhalten. Stellen Sie Ihr Merchandise im Schaufenster Ihres Betriebs aus oder verkaufen Sie es über einen Online-Shop. Mit einem Onlineshop für die Gastronomie können Sie im Handumdrehen eine Website für Ihr Restaurant erstellen und damit anfangen, Artikel darüber zu verkaufen. Auf Ihrer Website können Sie darüber hinaus auch Ihre Speisekarte digital anzeigen lassen, Reservierungen entgegennehmen und Online-Bestellungen empfangen. 

 

2. Entwerfen Sie Ihr eigenes Merchandise

Es ist Zeit, kreativ zu werden. Vom Brainstorming bis zum Design und Druck – nun ist der Zeitpunkt gekommen, das Design Ihres Merchandises zu bestimmen.

Brainstorming

Beginnen Sie mit einer kreativen Brainstorming-Session mit Ihrem gesamten Team. Überlegen Sie, was Ihren Betrieb auszeichnet und wie Sie dies in Ihren Kreationen darstellen können. Dies kann zum Beispiel der Firmenname oder das Logo sein, aber auch Zitate oder Illustrationen, die Menschen mit Ihrem Restaurant in Verbindung bringen. Sie werden erstaunt darüber sein, welche kreativen Ideen aus einer Brainstorming-Session hervorgehen können.

Noch besser: Beziehen Sie Ihre Zielgruppe mit in den Prozess ein, indem Sie sie über Social-Media-Kanäle nach ihren Ideen fragen.

Design

Als nächstes kommt der Prozess der Visualisierung. Dazu können Sie sich an den Designer wenden, der Ihr Logo entworfen hat. Diese Person hat üblicherweise bereits eine gute Vorstellung von Ihrer Marke. Teilen Sie ihr Ihre Strategie mit und fragen Sie, ob sie ein Moodboard erstellen kann. Nach den letzten Feinabstimmungen kann das Design in die Produktion gehen.

Eine günstigere, aber oft weniger persönliche Lösung sind Online-Generatoren, mit denen Sie Ihre Ideen visualisieren können. 

Druck

Auf Websites wie Merchmacher oder Spreadshirt können Sie ganz einfach Ihr eigenes Merchandise erstellen. Dies ist oft die einfachste und billigste Option. Sie wählen das Produkt, die Qualität und die Farbe und laden dann hoch, was auf das Produkt gedruckt werden soll. 

Wenn Sie etwas Spezielles im Sinn haben, können Sie sich auch nach einem Anbieter umsehen, der für Sie Sonderaufträge abfertigt. Oft sind die Kosten höher, aber das Produkt ist dafür umso spezieller und persönlicher. 

 

3. Ihr Merchandise verkaufen

Wenn alles gut durchdacht ist, haben Sie Ihre Vertriebskanäle bereits in Ihrer Strategie festgelegt. Dies können Online- oder Offline-Kanäle sein, oder eine Kombination aus beidem. Aber wie machen Sie die Menschen auf Ihre Ware aufmerksam? 

Social Media

Sorgen Sie für eine klare Sichtbarkeit Ihres Merchandises auf Ihren Social-Media-Kanälen. Teilen Sie dafür nicht nur Ihre eigenen Inhalte, sondern ermutigen Sie auch andere Leute dazu, Ihre Ware zur Schau zu stellen. Geben Sie Ihren Mitarbeitern zum Beispiel Kleidung oder andere Artikel aus dem Sortiment und bitten Sie sie, Inhalte mit dem Hashtag Ihres Restaurants zu teilen. Denken Sie auch an Wettbewerbe, bei denen man Produkte gewinnen kann oder lassen Sie Ihre Gäste für ihr Lieblingsprodukt abstimmen. Auf diese Weise können Sie herausfinden, was sie anspricht und welche Artikel gut ankommen. 

E-Mail-Marketing 

Stellen Sie sicher, dass Ihre Stammkunden wissen, dass Sie Gastronomieartikel verkaufen und kommunizieren Sie per E-Mail-Marketing, wie sie diese bekommen können. Wenn Sie Ihren Stammkunden etwas Besonderes bieten möchten, können Sie ihnen einen Rabatt gewähren oder ihnen die Chance geben, als Erster einen einzigartigen Artikel zu ergattern. Es hängt alles davon ab, wie exklusiv Ihre Ware ist. 

Treueprogramme

Ermutigen Sie Ihre Gäste zu Wiederkäufen, indem Sie ihnen die Möglichkeit geben, über ein Treueprogramm Punkte zu sammeln. Zum Beispiel können Sie einen Rabatt anbieten oder ein kostenloses Produkt verschenken, wenn ein Gast zum Beispiel 10 Kaffees kauft. 

Online-Shop

Mit Ihrem eigenen Online-Shop für die Gastronomie wird das Vermarkten Ihres Merchandise zum Kinderspiel. Schliesslich ist dies auch der Ort, den Ihre Gäste besuchen, um Ihre Speisekarte einzusehen, zu reservieren und eventuell eine Bestellung aufzugeben. Sie können diese Seite nutzen, um Ihr Publikum auf Ihr Merchandise aufmerksam zu machen. Hier finden Sie ein Beispiel, wie so ein Online-Shop aussehen könnte.

Andere Wege, Ihre Kunden auf Ihr Merchandise aufmerksam zu machen

Nutzen Sie Ihre Tüten zum Mitnehmen und Liefern von Mahlzeiten, um Ihre Gäste über Ihr Merchandise zu informieren, indem Sie sie mit entsprechender Werbung bedrucken oder einen Flyer mit QR-Code zu Ihrem Online-Shop in Tüte packen. Seien Sie kreativ! 

 

4. Beispiele von Gastronomiebetrieben, die Merchandise verkaufen

The Avocado Show

Ein bekanntes Restaurant in Sachen Merchandise ist The Avodaco Show. Das Firmenlogo lässt sich auf einer Vielfalt von Produkten wie T-Shirts, Tragetaschen und Pins vorfinden. Das kreative Konzept hat wesentlich zum Wachstum des Bekanntheitsgrads des Avocado-Restaurants beigetragen. Mittlerweile ist das Restaurant sogar Herausgeber eines eigenen Kochbuchs geworden, welches 40 Avocado-Rezepte beinhaltet, bei dessen Anblick einem direkt das Wasser im Mund zusammenläuft. 

Gebrouwen door Vrouwen

Gebrouwen door Vrouwen hat nicht nur einen Online-Shop voller Merchandise, sondern auch eine eigene Bar in Amsterdam, die während der Pandemie zu einem Shop umfunktioniert wurde. Neben den beliebten T-Shirts, Pullovern und Tragetaschen verkauft Gebrouwen door Vrouwen auch Strampler, Schlüsselanhänger und Bücher, die die Geschichte des Unternehmens erzählen. 

WeAr Tilburg

Bei WeAr Tilburg sorgte Corona für einzigartige Kooperationen und kreative Ideen. Mehrere Parteien schlossen sich zusammen und starteten unter dem Namen WeAr Tilburg eine grosse Merchandising-Kampagne zur Unterstützung des Gastgewerbes in Tilburg. Der Illustrator Koen de Vreeze wurde gebeten, die Fronten von 150 Gastronomiebetrieben zu zeichnen, die dann auf T-Shirts, Kapuzenpullis und Tragetaschen gedruckt wurden. Der Erlös (abzüglich der Anschaffungskosten) ging direkt an die jeweiligen Einrichtungen. 

Dies ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Kooperation zu etwas Grossartigem und Einzigartigem führt. WeAr Tilburg prüft derzeit, wie sie dieses erfolgreiche Projekt fortsetzen können.  

 

Schaffen Sie sich eine neue Einnahmequelle in der Gastronomie, indem Sie Merchandise verkaufen

Nicht nur Sie sind stolz auf Ihr Restaurant oder Ihren Club, sondern auch Ihre Fans freuen sich, Ihr Unternehmen in dieser besonderen Zeit zu unterstützen. Merchandise kann also sowohl als zusätzliche Umsatzquelle, als auch als Branding genutzt werden. Diese zusätzliche Sichtbarkeit wird sich irgendwann auszahlen, da Ihre Botschafter – auch bekannt als Fans – dafür sorgen werden. 

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