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Gastronomie

Wie die richtige Innenarchitektur für mehr Besucher in deinem Restaurant sorgt

Wie die richtige Innenarchitektur für mehr Besucher in deinem Restaurant sorgt

Gedanken an die Eröffnung eines Restaurants können von zahlreichen abschreckenden Gedanken begleitet werden. Es gibt viele Faktoren, die beeinflussen, ob dein Restaurant zum Erfolg oder zu einem Misserfolg wird. Beispielsweise spielt es eine Rolle, wie aufmerksam du bist und wie aufmerksam dein Team ist gegenüber den Bedürfnissen der Gäste, und ob das Essen und die Getränke ihre Erwartungen erfüllen. Der Druck, dein Bestes geben zu müssen, ist jeden Tag hoch, weil du nie weißt, wer am jeweiligen Tag dein Restaurant besuchen wird.

Eine der wertvollsten Geheimwaffen für das Gewinnen, Zufriedenstellen und Halten von Kunden ist die Innenarchitektur. Die Ästhetik eines Restaurants vermittelt den Gästen eine Erfahrung und sollte als entscheidender Träger des Markenimages betrachtet werden. Wenn die Gäste die Atmosphäre lieben, werden sie die Erfahrung mit ihren Freunden und Followern teilen.

Die Macht der Mund-zu-Mund-Propaganda

Mund-zu-Mund-Propaganda (MZMP) wird zunehmend visuell. Ein Instagram-Post oder eine Insta-Story von einer Quelle, der man vertraut, ist schlichtweg überzeugender als bezahlte Werbung. Laut Nielson glauben 92 % der Verbraucher Empfehlungen von Freunden und Familienmitgliedern eher als Werbung.

Wir sollten nicht vergessen, dass Instagram monatlich über 800 Millionen Benutzer zählt, von denen 80 % Unternehmen folgen und 60 % Unternehmen zum ersten Mal über diesen Kanal entdecken. Ein schönes Foto von einem einflussreichen Account hat das Potenzial, viele neue potenzielle Kunden anzusprechen. Dementsprechend ist es wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, inwieweit die Ästhetik des eigenen Restaurants sich für starke visuelle Marketingkanäle wie Instagram eignet.

Verbraucher entdecken Unternehmen zunehmend über Social Media-Kanäle und sie schenken den Empfehlungen ihrer Freunde und Bekannten mehr Vertrauen als Werbung. Dein Ziel muss es demnach sein, einflussreiche Kunden dazu zu bringen, schöne Fotos zu machen, die ihre Follower davon überzeugen können, dass sie dein Restaurant auch einmal besuchen müssen.

Nachfolgend eine Übersicht über die wichtigsten Aspekte, die du bei der Planung und Umsetzung der Ästhetik deines Restaurants berücksichtigen solltest:

1. Die Ästhetik deines Restaurants passt zu deiner Marke

Wenn du gemeinsam mit einem Designer oder Innenarchitekten ein Konzept für die von dir gewünschte Ästhetik erstellst, ist es wichtig, jede Entscheidung vor dem Hintergrund der Werte deines Restaurants und der gewünschten Zielgruppe zu treffen. Ein gutes Beispiel für diese Herangehensweise ist LOV, ein sehr gut besuchter Hotspot für Veganer in Montreal. Die Designer Jean-Pierre Viau und Jacinthe Piotte wollten eine Umgebung schaffen, die sowohl nachts als auch tagsüber funktioniert, die zunächst frisch und lebhaft beginnt und zu späterer Stunde immer gemütlicher wird.

Sie strebten außerdem danach, den pflanzenbasierten Charakter des Menüs von LOV in die Einrichtung einfließen zu lassen und die Ästhetik des denkmalgeschützten Gebäudes zu erhalten. Das Ergebnis? Eine helle Farbpalette mit erfrischenden Farben und die Verwendung von zahlreichen Pflanzen, Gold und weißem Marmor.

Die Kombination aus einer sehr ansprechenden Innenarchitektur, einem großartigen Kundenservice und köstlichen Gerichten hat dazu geführt, dass LOV eine riesige Followerschar hat, dass das Restaurant von einem auf drei Standorte gewachsen ist und dass es sich als Go-To-Vegan-Restaurant in Montreal etabliert hat. Der hohe Bekanntheitsgrad hat zur Entwicklung ihres charakteristischsten Gerichts geführt, den „Kimchi Fries“, die in einer Episode der bekannten Buzzfeed-Serie „Worth It“ erwähnt wurden.

2. Das von dir gewählte Zubehör spricht Bände

Das Zubehör in deinem Restaurant dient nicht nur zu Dekorationszwecken; es ist eine Art und Weise, Status und Wohlstand zu vermitteln. Das Zubehör, das du auswählst, verleiht deinem Raum sofort eine erkennbare Identität — einschließlich seines sozialen und kulturellen Zwecks — und es sorgt dafür, dass diese Identität auch von deinem Publikum erkannt wird. Investiere in die Details deines Restaurants, da sie als Abbild der gewünschten Zielgruppe deines Restaurants dienen — ganz gleich, ob dieses im Kern schnell, lässig, chic oder eine Mischform dieser Stile ist.

3. Beleuchtung, Beleuchtung, Beleuchtung!

Die von dir gewählte Beleuchtung hängt vom Thema deines Restaurants und von den Emotionen ab, die du bei deinen Gästen auslösen möchtest. In den meisten Fällen sollte natürliche Beleuchtung den Vorzug erhalten, da sie psychologische Vorteile bietet. Studien belegen, dass Menschen, die natürlicher Beleuchtung ausgesetzt sind, schärfere Sinne und eine bessere Grundstimmung haben, während Menschen, die sich in einem Raum mit Kunstlicht aufhalten, ein höheres Stressniveau und eine verstärkte metabolische Aktivität zeigen.

Perle et Paddock, ein Restaurant in Montreals Griffintown, ist ein gut besuchter Yuppie-Hotspot. Der Restaurantbereich ist offen, luftig und verfügt über viele Fenster, was die Restaurantgäste ohne Zweifel zu schätzen wissen. Ganz zu schweigen vom natürlichen Licht, das auf seinem markanten Sonnendach verfügbar ist und das die Aufnahme von hochwertigen Fotos wesentlich erleichtert. Mit natürlichem Licht kannst du deine Gäste zum Social Sharing motivieren, da es sogar Amateurfotos gut aussehen lässt. Denke immer daran, dass sogar die Fotos, die deine Gäste teilen, Träger deines Markenimages sind.

Wo wir gerade von Beleuchtung reden: Neon-Schilder sind ein hervorragendes Mittel, deiner Innenarchitektur eine kreative Note zu verleihen – und sie lassen sich im Übrigen auch leicht mit den Freunden und Followern auf Social Media teilen! Sie eignen sich auch bestens dazu, den Charakter deines Restaurants zu präsentieren. Dieses Zeichen in Montreals Kampai Garden sagt: „I regret nothing“ (Ich bereue nichts). Zur Mittags- und Abendessenszeit mag es nicht besonders gut sichtbar sein, aber sobald die Sonne untergegangen ist, die Lampen gedimmt wurden und die Augen-Hand-Koordination zusehends schwächelt, dann ist es da, als idealer Hintergrund für ein Gruppen-Selfie.

4. Was ist deine Zielgruppe?

Restaurants sind soziale Räume, die Menschen zusammenbringen. Ganz gleich, ob deine Gäste deinen Raum für Geschäftstreffen, für Treffen mit Freunden, für Feiern oder zum Abschalten nach einem langen Tag im Büro nutzen: Dein Raum muss nonverbal ein Spektrum an erwartetem Kundenverhalten vermitteln.

Ein geeignetes Beispiel ist Kampai Garden, Montreals erster Biergarten. Dieser Hotspot, in dem die Gäste brunchen, zu Abend essen, Beilagen bestellen und köstliche Cocktails trinken können, will verschiedene Zielgruppen ansprechen: sowohl Berufstätige während ihrer Mittagspause als auch Universitätsstudenten, die mit ihren Freunden feiern wollen. Kampai Gardens umfangreiches Gelände bietet verschiedene einzigartige Bereiche, die auf spezifische Kundenanforderungen abgestimmt sind.

Ihr Barbereich vermittelt sofort, dass es sich hierbei um einen Ort handelt, an dem man ein Getränk bestellen und in einem trendigen (und sehr instagramwürdigen) Ambiente Gespräche führen kann, wohingegen man im Restaurantbereich voll und ganz auf das Biergarten-Thema gesetzt und eine schier unendliche Zahl von Pflanzen aufgestellt hat.

Kampai Garden hat berücksichtigt, dass man verschiedene Zielgruppen aus unterschiedlichen Demographien ansprechen will und in der Folge wurden Erfahrungen kreiert, die in der Lage sind, diese zu befriedigen. Eine Mammutaufgabe in Sachen Design, aber die Gäste schwärmen stets von der Atmosphäre und — was noch wichtiger ist — tragen zur lokalen Bekanntheit bei, indem sie ihre Erfahrungen mit ihren Followern auf Social Media teilen.

5. Biete ein breites Spektrum an Erfahrungen

Alle hier vorgestellten Restaurants haben mehrere Gemeinsamkeiten, von denen die entscheidenste ist, dass sie ein breites Spektrum an Erfahrungen bieten. Man kann sich an die Bar setzen und eine persönlichere Erfahrung machen, wo der Barkeeper einem das eigene Gericht im Detail erklärt, man kann an einem intimen Tisch für Zwei Platz nehmen oder sich in einen gemütlichen Raum mit Sofas und Banketts oder an langen Gemeinschaftstischen setzen. Egal, welches Setting der Gast sucht, das Restaurant bietet es ihm. Dieses breite Spektrum gewährleistet, dass du so viele Zielgruppen bedienen kannst, wie möglich.

Investiere in die Innenarchitektur für höhere Besucherzahlen in deinem Restaurant 

Dies ist nur eine kleine Auswahl an Dingen, die du bei der Entwicklung des Konzepts, wie du deiner Zielgruppe die Marke deines Restaurants vermitteln kannst, berücksichtigen kannst. Betrachte den Aspekt der Innenarchitektur als ein Werkzeugkasten mit starken nonverbalen Mitteln, mit denen du eine größere Bekanntheit und Kunden gewinnen kannst. Wenn es dir gelingt, diese mit einem herausragenden Menü und einem perfekten Service deines Teams zu kombinieren, dann kannst dich von anderen abheben und den Status eines „weiteren Restaurants“ eintauschen gegen den Status einer neuen Institution.

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